CH libre ist ein Online-Forum mit überzeugenden Texten, Beiträgen und Zitaten zum Thema Politik der Schweiz und der Welt. Beiträge und Kommentare werden gerne entgegengenommen.

Posts mit dem Label Zuwanderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zuwanderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14.7.26

Stagnierendes BIP durch Zuwanderung

Das Schweizer BIP wuchs in den letzten zwanzig Jahren stark. Aber dieses Wachstum beruht fast ausschliesslich auf Zuwanderung.


«Wir verabschieden uns von dem Modell, das uns Wohlstand gebracht hat»


Die Anbindung der Schweiz an die EU mit den Rahmenverträgen (Teil-Integration in wesentlichen Bereichen) zerstört die Selbstbestimmung und die direkte Demokratie. Die Personenfreizügigkeit wird mit diesen Unterwerfungsverträgen erweitert.


Wachstum als Illusion
Das Schweizer BIP wuchs in den letzten zwanzig Jahren stark. Aber dieses Wachstum beruht fast ausschliesslich auf Zuwanderung – auf Mengenwachstum, nicht auf Produktivitätssteigerung. Bereinigt man die Zahlen um die Bevölkerungsentwicklung, ähnelt die Pro-Kopf-Wohlstandsentwicklung der Schweiz erschreckend jener Deutschlands – einem Land, das gerade in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt.

Der wachsende Staatsapparat
Regulierung, Subventionen, Sozialausgaben – all das wächst. Die Ausgaben für soziale Wohlfahrt haben sich in den letzten dreissig Jahren real verdreifacht. Schaltegger nennt das «soziale Dominanz» in der Finanzpolitik: Das Erfolgsmodell Schweiz – eine liberale, kleinstaatlich organisierte Volkswirtschaft mit starken Institutionen – steht unter Druck.

Das Interview, das die Bilanz letzte Woche mit dem Luzerner Wirtschaftsprofessor Christoph Schaltegger geführt hat, lohnt sich zu lesen – auch wenn der Inhalt unbequem ist.

Zum Artikel in der Bilanz

Kompass Europa

23.3.26

Negative Effekte des Wachstums

Der Personenverkehr auf der Schiene stieg beispielsweise im Vergleich zum Jahr 2000 um fast 80%, die Staustunden auf den Nationalstrassen sogar um den Faktor 5. 


Das hat mit der Zuwanderung zu tun, aber nicht nur. Die Mobilität hat sich vom Bevölkerungswachstum längst entkoppelt. Der nötige Kapazitätsausbau wird derweil immer schwieriger und teurer – und finanziell von allen Ansässigen geschultert.


Dazu kommen träge Strukturen, die verhindern, dass die «Wachstumsschmerzen» effizient und effektiv angegangen werden können. So führt fehlende Kostenwahrheit zu einer Übernachfrage; der Ausbau findet angesichts regionalpolitisch geprägter Investitionsentscheide nicht primär dort statt, wo die grössten Engpässe liegen. 


Ähnlich gelagert sind die Probleme bei der fortschreitenden Zersiedelung: Während viele Baulandreserven am falschen Ort liegen, opponiert die Bevölkerung in den Städten gegenüber stärkerer Verdichtung.


Für den «Dichtestress» wie auch die gesamte Diskussion gilt: Es gibt kein objektiv bestimmbares Optimum an Zuwanderung oder Bevölkerungswachstum. Viele Nachteile des Wachstums sind subjektiver Natur, aber deshalb nicht minder wichtig. Die Nettobilanz fällt entsprechend individuell unterschiedlich aus. 


Klar scheint nur: Beim aktuellen Tempo des Bevölkerungswachstums rücken die negativen Effekte verstärkt in den Vordergrund, die Kosten-Nutzen-Bilanz verschlechtert sich. 

Patrick Leisibach,avenirsuisse

Die Zahl der Schweizer Staatsbürger wächst einzig dank Zuwanderung, doch das starke Bevölkerungswachstum fordert seinen Preis: knapper Boden, überlastete Infrastruktur und steigende Wohnkosten. (Adobe Stock)

Wachstum als Zumutung? Schweizer Kontroverse um die Zuwanderung